TED - Abstimmung Geschichte
Tele-Dialog im Volksmund "TED" genannt ist ein seit über 3 Jahrzenten ein feststehender Begriff
für ein Verfahren sein Votum, die Stimme, zu einer Umfrage oder Abstimmung abzugeben.
Weitere Bezeichnungen sind u.a TED-System, TED-Voting System, TED-Abstimmung ...
Die Abgabe seiner TED-Stimme per Telefon, entwickelt von den ZDF Mitarbeitern Horst Schättle
und Manfred Denninger*1, den Herr Rumprecht im Jahre 2004, kurz vor dessen Pensionierung,
persönlich kennen lernen durfte, hat sich von anfänglichen -Insgesamt- 1000 bis 1200 Stimmen,
wie bei der ersten TED-Abstimmung in der ZDF-Hitparade, auf weit über 100 000 Stimmen pro Minute,
durch das T-Vote-Call Verfahren, erhöht.
Drahtgebundene TED Abstimmungssysteme
Diese setzten sich Ende der 80er Jahre bei Festinstallation und im Eventbereich mehr und mehr durch.
Die Verkabelung eines Systems, in einem Kino mit ca. 1000 Sitzplätzen/Abstimmungsgeräten,
nahm mit 3 Personen einen Tag in Anspruch. Bei drahtgebundenen TED-Systemen
erfolgt die Verkabelung, noch heute, überwiegenden Teils in Einkabeltechnik.
Die Fehleranfälligkeit durch Kabelunterbrechungen, bei dem Ganze -Stränge mit Abstimmungsgeräten-
nicht mehr funktionieren, ist im tagtäglichen Eventgeschäft, durch den ständigen Auf- und Abbau,
immer gegeben und nicht zu vernachlässigen. Ein sich in die Verkabelung einschneidendes Stuhlbein
hinterlässt im wahrsten Sinne des Wortes den selbigen Eindruck.
Drahtlose TED Systeme
Ab Mitte der 90er Jahre erfolgte der Durchbruch von drahtlosen TED-Systeme durch die Nutzung
des ISM Bandes bei 433 MHz und vereinzelt durch Verwendung der Infrarot Signalübertragung.
Abstimmsysteme im Infraotbereich konnten sich auf Grund der zwingend nötigen Sichtverbindung
von Sender und Empfänger (Siehe IR-Fernbedienung Fernseher) nicht durchsetzen.
Die reinen Aufbauzeiten reduzierten sich für einen Techniker auf unter eine Stunde.
Der Gesetzgeber begrenzte damals die Sendeleistung auf 1mW, zum Vergleich,
die ersten Mobilefunktelefone im -Handtaschenformat- sendeten damals,
so wie das Siemens P1, mit bis zu 5Watt im D-Netz (GSM-900).
Heutige Systeme senden mit einer Leistung von maximal 10mW und erzielen Reichweiten von
mehreren 100 Metern. Leider sind auch diese Systeme nicht Störungsunanfällig.
Ende der 90er Jahre kamen immer mehr Geräte im ISM Band auf den Markt. Funk-Thermometer,
Funk-Alarmanlagen, Funk-Brandwarnanlagen, Funk-Kopfhörer, LPD Walky-Talkys und u.v.a.m.
können die Funkübertragung eines TED-Systems erheblich beeinflussen.
Im günstigen Fall verlängert sich nur die Abstimmungszeit, die Zeit die ein System benötigt um die
TED-Stimmen von den Abstimmungsgeräten einzusammeln*3.
Durch die jedoch teilweise extrem breitbandige Auslegung einiger dieser Funksysteme und
systembedingtes Dauerstrichsenden*2 kann es jedoch vorkommen, dass der Einsatz eines drahtlosen
TED-Systems, parallel zu diesen, unmöglich ist. Die RF-Empfänger in den Abstimmungsgeräten
werden regelrecht "Zugestopft" wodurch der Empfang, das erkennen, eines RF-Abfragetelegrammes*3
unmöglich ist. Ein uns, aus eigener Erfahrung, sehr bekannter klassischer Vertreter von
-Totalstörungen- ist die Funkschärfensteuerung einer Steadicam.
Im Extremfall muss diese, vor dem Beginn jeder TED-Abstimmung, ausgeschaltet werden.
TED Abstimmungssysteme im 2,4GHz Bereich
Wenig später erfolgte die Entwicklung der ersten drahtlosen Abstimmungssysteme
im ISM-Band bei 2,4 GHz die Anfang des Jahrtausends auf den Markt kamen.
Durch die Verwendung des FHSS Modulationsverfahren*4, welches auch unser TED-System verwendet,
bei dem die Trägerfrequenz frequentiv und diskret wechselt, verbesserte sich die
Übertragungssicherheit erheblich. Infolge der sehr kurzen Verwendung einer Trägerfrequenz
wirken sich Störungen, die durch andere Übertragungssysteme verursacht werden,
nur auf wenige Bits im Datenstrom aus und können durch entsprechende Fehlerkorrekturverfahren
ausgeglichen werden.
*2 Pausenloses senden auf einem RF-Kanal
*3 Die Geräte werden in Gruppen gepollt
*4 Frequency Hopping Spread Spectrum



